Alarmierende Studienergebnisse zu Homosexuellenfeindlichkeit

„Schwule sind voll eklig“
Alarmierende Studienergebnisse zu Homosexuellenfeindlichkeit

Am 25. September wurde der Öffentlichkeit eine Studie zu homosexuellenfeindlichen Einstellungen bei Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund vorgestellt. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse kann jetzt auf der Website des LSVD Berlin-Brandenburg unter www.berlin.lsvd.de heruntergeladen werden.

Die Ergebnisse sind alarmierend! Homosexuellenfeindliche Einstellungen sind unter Schülern mit Migrationshintergrund wesentlich stärker verbreitet als in der deutschen Vergleichsgruppe. Besonders stark ausgeprägt sind sie bei männlichen Jugendlichen türkischer Herkunft. In dieser Gruppe halten es zum Beispiel 78,9 Prozent für „abstoßend“, wenn sich zwei Männer auf der Straße küssen. Aber auch deutschstämmige Jungs sind erschreckend homosexuellenfeindlich (47,7 Prozent).

Aus homosexuellenfeindlichen Einstellungen können schnell Taten werden. Aggressive Blicke, homosexuellenfeindliche Witze, Pöbeleien und auch Gewalt gehören zum Erfahrungsschatz vieler Schwuler und Lesben.

Dieser Zustand darf nicht tatenlos hingenommen werden. Politik und Gesellschaft sind gefordert, Homosexuellenfeindlichkeit offensiv entgegenzutreten. Aufklärung über Homosexualität muss integraler Bestandteil der Integrationspolitik werden. Was wir brauchen, ist ein landesweiter Aktionsplan zur Bekämpfung von Homophobie.