Bündnistagung „Homosexualität im Alter“

Arbeiterwohlfahrt will sich künftig verstärkt den Belangen von Homosexuellen in Pflegeheimen widmen

Die Arbeiterwohlfahrt in Berlin will sich künftig stärker um die Anliegen älterer homosexueller Menschen in Pflegeeinrichtungen kümmern. Auf der Fachtagung des „Bündnisses gegen Homophobie“ erklärte Hans Nisblé, Landesvorsitzender der Berliner AWO:

„Wir haben den Bedarf an verstärkter Sensibilisierung in der Pflege und den Pflegeeinrichtungen erkannt. Nicht nur die Heimbewohner,  auch das Pflegepersonal gilt es künftig stärker als bisher für die Belange schwuler und lesbischer Bewohner zu sensibilisieren, um somit ein offenes Klima für alle pflegebedürftigen Menschen zu schaffen, unabhängig ihrer Herkunft oder sexuellen Orientierung“, so Nisblé heute. „Schwule und Lesben dürften im Alter nicht länger an den Rand gedrängt werden“, unterstrich der AWO-Landesvorsitzende Nisblé.

Die Berliner Arbeiterwohlfahrt sieht ihre neue Mitgliedschaft im „Bündnis gegen Homophobie“ als Start, um homosexuelle Mitmenschen zu unterstützen, auch im Alter ihr Leben aktiv und selbstbestimmt zu gestalten.

Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg unterstützt die Entscheidung der Einrichtung. „Die AWO Berlin kann damit zu einem Leuchtturm für andere Pflegeeinrichtungen und die gesamte Gesellschaft werden“, so Ulrich Keßler, Vorstandsmitglied des LSVD Berlin-Brandenburg.

Das Thema „Homosexualität im Alter – versteckt oder selbstbewusst“ stand im Mittelpunkt der heutigen Bündnis-Tagung, die gemeinsam mit dem AWO Landesverband Berlin e.V. in Kreuzberg stattfand. Hintergrund: Bislang waren ältere und alte Homosexuelle in Pflegeeinrichtungen weitgehend unsichtbar.
Dem Bündnis gehören aktuell über 45 Berliner Unternehmen und Einrichtungen an, die sich öffentlich und intern für Akzeptanz und Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen auf allen gesellschaftlichen Ebenen einsetzen.

Um aktiv gegen Homophobie einzutreten setzt der LSVD Berlin-Brandenburg im Auftrag der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen- Landesantidiskriminierungsstelle (LADS), das von ihm initiierte Bündnis gegen Homophobie im Rahmen der Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt!“ um.

Die Mitglieder des BÜNDNISSES GEGEN HOMOPHOBIE:
AKADEMIE DER KÜNSTE – AOK NORDOST – ARBEITERWOHLFAHRT (AWO) – BALANCE – BERLINER FUSSBALL-VERBAND E.V. – BERLINER BANK – BBK – BERLINER STADTREINIGUNGSBETRIEBE (BSR) – BERLIN TOURISMUS MARKETING GMBH / VISIT BERLIN – BERLINER VERKEHRSBETRIEBE (BVG) – COCA-COLA ERFRISCHUNGSGETRÄNKE AG UND COCA-COLA GMBH – DEUTSCHE BANK BERLIN – DEUTSCHE OPER BERLIN – DER POLIZEIPRÄSIDENT IN BERLIN – DEUTSCHER FUSSBALL-BUND E.V. (DFB) – DEUTSCHER GEWERKSCHAFTSBUND BERLIN-BRANDENBURG (DGB) – DEUTSCHES ROTES KREUZ BERLIN – EVANGELISCHE KIRCHE – FRIEDRICHSTADTPALAST – GKL – GRAND HOTEL ESPLANADE BERLIN – HERTHA BSC BERLIN – HOWOGE WOHNUNGSBAUGESELLSCHAFT MBH – HUMANISTISCHER VERBAND DEUTSCHLANDS (HVD) -INTERNATIONALE FILMFESTSPIELE BERLIN / BERLINALE – JAZZ RADIO 106,8 –  JÜDISCHE GEMEINDE ZU BERLIN – KAISER´S TENGELMANN – LANDESSPORTBUND BERLIN – LANDESVERBAND DEUTSCHER SINTI UND ROMA BERLIN-BRANDENBURG E.V. – NOVOTEL – PFIZER DEUTSCHLAND – PRO FAMILIA – SAP AG – STIFTUNG BRANDENBURGISCHE GEDENKSTÄTTEN – STIFTUNG DENKMAL FÜR DIE ERMORDETEN JUDEN EUROPAS – TENNIS BORUSSIA BERLIN E.V. (TEBE) – TERRE DES FEMMES – MENSCHENRECHTE FÜR DIE FRAU E.V. – THEATER AN DER PARKAUE – TÜRKISCHER BUND IN BERLIN-BRANDENBURG (TBB) – TÜRKIYEMSPOR BERLIN 1978 E.V. – VEREIN IRANISCHER FLÜCHTLINGE E.V. – VODAFONE – WALL AG – ZENTRALRAT DEUTSCHER SINTI UND ROMA – 1EDU

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