Projekt

Bündnis gegen Homophobie

Ziel des Bündnisses ist es, gemeinsam jeglicher Form von Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung entgegenzutreten.

Das Bündnis gegen Homophobie ist ein Zusammenschluss relevanter gesellschaftlicher Organisationen und Institutionen aus den Bereichen Sport, Kultur und Wirtschaft.

Respektpreis 2020

Am 3. Dezember wurde das SchwuZ mit dem Respektpreis 2020 ausgezeichnet. Die Auszeichnung des BÜNDNIS GEGEN HOMOPHOBIE wurde vom Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung des Landes Berlin Dr. Dirk Behrendt überreicht.

Kampagne 2020

„Gewalt und Schutz“ lautete das Schwerpunktthema des BÜNDNIS GEGEN HOMOPHOBIE im Jahr 2020. Passend dazu entwickelte die Agentur HELDISCH unter den Slogans „Reden ist Gold“ und „Liebe ist frei“ zwei Plakatmotive. Die Wall GmbH stellt zur Verbreitung der Kampagne unter anderem über 2.000 Flächen im City Light Poster-Format im gesamten Berliner Stadtgebiet zur Verfügung. Start der Kampagne ist der 13.05.2020.

Respektpreis 2019

Am 2. Dezember wurde der Türkische Bund Berlin-Brandenburg mit dem Respektpreis 2019 ausgezeichnet. Die Auszeichnung des BÜNDNIS GEGEN HOMOPHOBIE wurde von der Polizeipräsidentin in Berlin Dr. Barbara Slowik und Generaltstaatsanwältin Margarete Koppers überreicht.

Aufruf des Berliner Bündnisses gegen Homophobie

Anerkennung und Respekt für queere Lebensweisen

LSBTI*-Feindlichkeit ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Sie zu bekämpfen, ist die Pflicht der ganzen Gesellschaft. Die Unterzeichner:innen dieses Aufrufes sind sich einig, dass LSBTI*-Feindlichkeit nicht tatenlos hingenommen werden darf. Wir wollen der verbreiteten LSBTI*-Feindlichkeit gemeinsam entgegentreten. Deswegen haben wir uns im „Berliner Bündnis gegen Homophobie“ zusammengeschlossen.

LSBTI*-Feindlichkeit ist eine soziale, gegen lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen gerichtete Feindseligkeit. Es handelt sich um eine irrationale, sachlich nicht begründete Aversion gegenüber lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ihren Lebensweisen. LSBTI*-Feindlichkeit hat viele Facetten und Ausdrucksformen: Diskriminierung, Ausgrenzung und Benachteiligung, Beleidigung, Mobbing, Körperverletzung und Sachbeschädigung, Verschwörungserzählungen, Hassparolen und Hetzartikel.

Die Unterzeichner:innen sind zutiefst beunruhigt über den hohen Verbreitungsgrad LSBTI*-feindlicher Einstellungen. Besonders besorgniserregend ist es, dass LSBTI*-Feindlichkeit auch unter jungen Menschen weit verbreitet ist. Auf Schulhöfen gehören LSBTI*-feindliche Beleidigungen immer noch zum Alltag.

LSBTI*-Feindlichkeit senkt die Schwelle zur Gewaltanwendung. Beleidigungen, Pöbeleien und gewalttätige Übergriffe gehören auch heute noch zu den Alltagserfahrungen vieler LSBTI*. Von einem hohen LSBTI*-feindlichen Gewaltpotential zeugt auch, dass das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen ein Jahr nach seiner Einweihung bereits drei Mal beschädigt wurde.

LSBTI*-Feindlichkeit geht uns alle an. Denn LSBTI*-Feindlichkeit ist ein Angriff auf die Grundwerte unserer Gesellschaft. Die Berliner Verfassung gebietet, dass kein Mensch aufgrund seiner sexuellen Identität benachteiligt werden darf – ebenso, wie sie die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der Abstammung, der Sprache, der Heimat und der Herkunft, des Glaubens und der religiösen oder politischen Anschauungen verbietet. Wir wollen, dass die Verfassungswirklichkeit für LSBTI* in Berlin auch zur Lebensrealität wird. Bei der Freiheit des Einzelnen und dem Recht auf sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung dürfen in einer demokratischen Gesellschaft keine Abstriche gemacht werden.

Wir, die Unterzeichner:innen dieses Aufrufes, verpflichten uns, im Alltag jeglicher Form von Diskriminierung entgegenzutreten. Wir engagieren uns für Anerkennung und Respekt gegenüber lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen. Unser Ziel ist ein breites gesellschaftliches Bündnis gegen Homophobie, das Hass und Intoleranz offensiv entgegentritt und die Akzeptanz queerer Lebensweisen fördert.

Mitglieder

Aktuell gehören dem BÜNDNIS 130 Organisationen und Unternehmen an. Zuletzt eingetreten sind der Berliner Rugby-Verband e. V., die FairAway Travel GmbH und die Immanuel Miteinander Leben GmbH.

Wenn auch Sie mit Ihrem Unternehmen Mitglied des BÜNDNIS werden wollen, nehmen Sie gern mit uns Kontakt auf!

Übersicht aller Mitglieder

Außerdem unterstützen weitere Partner unsere Arbeit:

Übersicht aller Partner

Geschichte

Am 23. September 2009 wurde im Roten Rathaus das Berliner „Bündnis gegen Homophobie“ gegründet. Als Erstunterzeichner haben sich in dem Bündnis 24 relevante gesellschaftliche Organisationen, Institutionen und Unternehmen zusammengetan, um ein klares Zeichen zu setzen gegen Homosexuellenfeindlichkeit, Diskriminierung und Gewalt.

An der Gründungsveranstaltung nahmen neben Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit u.a. Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch, der Vorsitzende der Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Michael Joachim, und der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, teil. Initiator des Bündnisses ist der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) e.V. Dem Bündnis gehören u. a. die Deutsche Bank und die SAP AG, die Akademie der Künste und die Deutsche Oper, der Deutsche Fußball-Bund e.V. und Hertha BSC, der Landessportbund und der Deutsche Gewerkschaftsbund an.

Mittlerweile zählt das Bündnis gegen Homophobie über 100 Unternehmen, Organisationen und Vereinigungen aus Berlin zu seinen Mitgliedern.

Die Bündnistreffen

Zweimal pro Jahr treffen sich die Mitglieder des Bündnisses gegen Homophobie: Das erste Treffen – meist im Frühjahr/Sommer – ist eher ein Arbeitstreffen; hier werden z.B. der Themenschwerpunkt des Jahres diskutiert und die Kampagne vorgestellt. Demgegenüber steht das zweite Treffen am Ende des Jahres ganz im Zeichen der alljährlichen Respektpreisverleihung.

Respektpreis

Seit 2010 verleiht das BÜNDNIS GEGEN HOMOPHOBIE jährlich den Respektpreis und würdigt damit das herausragende Engagement für die Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen sowie trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI*) durch eine Person oder Einrichtung aus der Mitte der heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft.

Preisträger:innen

2020 SchwuZ e. V.
2019 Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg
2018 „Murat spielt Prinzessin, Alex hat zwei Mütter und Sophie heißt jetzt Ben“
2017 „Heteros fragen, Homos antworten“
2016 Gerd Liesegang
2015 Nasser El-Ahmad
2014 Halil İbrahim Dinçdağ
2013 Elżbieta Szczęsna
2012 Seyran Ateş
2011 Pflegekinder im Kiez
2010 Hedwig-Dohm-Oberschule